Internet of Things

Dussmann digital: IoT-Sensoren als Gärtner

Autor: Juri Wildenhain, IT-Projektmanager, Dussmann Group
Ausgabe 02-2020: alle Artikel online lesen als PDF lesen

Nur wer sich weiterentwickelt und mit neuen Ideen und Konzepten auseinandersetzt, hat auch langfristig Erfolg. Die Dussmann Group investiert daher stark in die Digitalisierung ihrer Geschäfts- und Verwaltungsprozesse. Aktuelle Entwicklungen wie Robotik und Sensorik in der Gebäudereinigung, nutzerfreundliche Apps und intelligentes Geschirr im Catering oder IoT-Projekte (Internet of Things) verfolgt das Familienunternehmen derzeit im Rahmen des strategischen Next Level-Programms „Dussmann digital“.

Dussmann digital: IoT-Sensoren als Gärtner

IoT-Pilotprojekt bei der Dussmann Group

Verantwortlich dafür ist unter anderem die Abteilung Group IT. Sie führt seit August 2019 ein Pilotprojekt im IoT-Bereich am Sitz der weltweiten Hauptverwaltung in Berlin durch. Dafür wurden im Gebäude IoT-Sensoren in öffentlichen Bereichen der vierten Etage installiert, unter anderem in zwei Besprechungsräumen, den Sanitärbereichen und der Teeküche.

Innerhalb des Projekts „Evaluierung sensorgestützter Reinigung“ wurde auch der „vertikale Garten“, eine mehrere Stockwerke umfassende Pflanzenwand, mit IoT-Sensoren ausgestattet. Sie überwachen unter anderem die Luftfeuchtigkeit, die Lichtstärke und die Wassertemperatur. Die Wahl fiel auf energieautarke Funksensoren basierend auf der EnOcean-Technologie, die kabel- und batterielos ihre Energie aus der unmittelbaren Umgebung beziehen. Zum Beispiel reicht eine sehr kleine Solarzelle aus, damit der Sensor die erfassten Daten über ein Gateway in die Cloud schicken kann.

Vertikaler Garten mit Tropenflair

Betreten Besucher die Lobby des Dussmann-Hauses, fällt ihr Blick als Erstes auf eine 18 Meter hohe und 15 Meter breite Pflanzenwand, die sich über fünf Stockwerke erstreckt. In diesem vertikalen Garten des französischen Künstlers Patrick Blanc wachsen auf 270 Quadratmetern rund 6.700 tropische Pflanzen aus 157 Arten – ganz ohne Erde und mit einem ausgefeilten Bewässerungssystem. Besucher können in einem öffentlich zugänglichen Restaurant direkt unter der Pflanzenwand sitzen.

Dussmann digital: IoT-Sensoren als Gärtner

Die Erfassung von Wassertemperatur, Wassergüte, relativer Luftfeuchtigkeit sowie Wasserstand verringert den Kontroll- und Pflegeaufwand für den Dussmann Haustechniker.

Sensoren

Strategische Ziele des Projekts sind Modernisierung, Automatisierung sowie Vereinfachung von Prozessen. Im Fall der Pflanzenwand kamen dafür verschiedene energieautarke Funksensoren zum Einsatz.

Durch das Projekt verringerte sich spürbar der vom Haustechniker zu leistende Wartungsaufwand im Hinblick auf Wassertemperatur, Wasserstand und -güte. Er kann nun mit einem auf seine Anforderungen angepassten Dashboard den vertikalen Garten betreuen. Da die Daten kontinuierlich erfasst werden, wird das Facility Management-Team im Dussmann-Haus bei kritischen Abweichungen per E-Mail informiert. Das sorgt nicht nur bei den Pflanzen für bestes Betriebsklima.

  • Zweck der Lichtsensoren: Pflanzen benötigen für optimales Wachstum bestimmte Beleuchtungsszenarien. Sensoren überwachen die Lichtintensität und passen sie an die Ruhe- und Wachstumsphasen an.
  • Zweck der Luftfeuchtesensoren: Da die Pflanzenwand mit einem Bewässerungssystem ausgestattet und die Luftfeuchtigkeit für die Gesundheit der Pflanzen essenziell ist, wurden entsprechende industrielle Multisensoren ausgewählt.
  • Zweck der Wassertemperaturfühler: Für das Wohlbefinden der Pflanzen muss eine optimale Wassertemperatur vorherrschen. Sensoren messen konstant die Temperatur und melden die Daten an den Haustechniker.
  • Zweck der Wasserstandsmelder: In der Vergangenheit traten zu niedrige und zu hohe Wasserstände auf. Sensoren mit Bodensonde geben Auskunft zum Füllstand; zum Beispiel, wenn das Wasserminimum bzw. -maximum erreicht wird.

https://www.dussmanngroup.com/

Über Perpetuum

Perpetuum ist das Kundenmagazin von EnOcean mit Fokus auf Lösungen und Produkten rund um die Energy Harvesting-Technologie. Sie liefert ressourcenschonend, energieautark und wartungsfrei die Daten für das Internet der Dinge und ermöglicht damit intelligent nutzbare Gebäude, Städte und Industrieanlagen. In den Rubriken Internet of Things, Smart Building, Smart Lighting und Smart Home kommen vor allem die Partner von EnOcean mit ihrer Fachkompetenz zu Wort.

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