Internet of Things

IBM: Büros sicher, intelligent und kostenoptimiert betreiben

Autor: Elena Kotljarova, Business Development for Facility Management & Real Estate, IBM Watson Center Munich, und Joseph McKay, Client Engagement Leader, IBM Watson Center Munich
Ausgabe 02-2021: alle Artikel online lesen als PDF lesen

Nach der Corona-Pandemie würden 66 Prozent der Mitarbeiter es vorziehen, zumindest ein paar Tage in der Woche im Büro zu sein, wie aus einer Studie des IBM Institute of Business Value hervorgeht. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter an einen sicheren und vertrauenswürdigen Arbeitsplatz zurückkehren können. Es muss sichergestellt werden, dass kritische Arbeitsplatzdienste stets verfügbar sind, wo und wann auch immer sie benötigt werden. Gleichzeitig steigt der Druck, die Kosten zu senken und das Immobilienportfolio neu zu strukturieren.

Daher müssen Unternehmen unbedingt wissen, wie ihre Gebäude in Bezug auf Auslastung und ökologische Faktoren genutzt werden. Dies kann durch die Verwendung von Sensordaten erreicht werden. Manchmal können die Daten des Gebäudemanagementsystems (BMS) genutzt werden, aber in manchen Fällen ist es sinnvoller, zusätzliche Sensoren einzubauen.

IBM Watson Center Munich with occupancy sensors
Das grüne Licht zeigt den Mitarbeitern an, dass der Raum frei ist.

EnOcean-Sensoren mit IBM IoT-Plattform verknüpft

Im IBM Watson Center Munich haben wir einen Besprechungsraum mit insgesamt 36 EnOcean-Sensoren und einer Vielfalt von rund zehn verschiedenen Sensortypen ausgestattet. Sie laufen auf der IBM IoT-Plattform, die alle Sensordaten über den IBM Maximo Asset Monitor miteinander verbindet. Die Sensoren – die sogar Geräusche in Form von Schalldruck erkennen können – überwachen sowohl das Aktivitätsniveau als auch die Luftqualität.

Diese Daten werden in zwei Dashboards eingespeist. Das erste enthält eine große Menge an Daten zur Beleuchtung oder zum Raumklima. Das zweite besteht aus einer detaillierteren Ansicht über einige Sensoren sowie die damit verbundene Aktivität im Raum. Mit der Alarmfunktion des Dashboards können sie das CO2-Niveau im Raum überwachen. Dies ist sehr wichtig, da der CO2-Gehalt einen großen Einfluss auf die Luftqualität und damit die Produktivität der Mitarbeiter hat.

Die Dashboards überwachen in Echtzeit:

  • wie häufig und von wie vielen Personen der Raum genutzt wird,
  • wie die Luftqualität im Raum ist (basierend auf Temperatur, CO2, VOC, Lärmpegel …) und
  • ob der Raum trotz Reservierung leer ist oder ob sich jemand im Raum befindet, obwohl keine Reservierung vorliegt.

IBM Watson Center Munich - dashboard showing enocean sensor data
Das Dashboard 2 gibt z.B. Auskunft über die tatsächliche Nutzung eines Meetingraums.

Diese Daten ermöglichen zum einen präzisere Entscheidungen für das Raummanagement, wie z.B. ob der Raum effizient genutzt oder besser in zwei kleinere Räume aufgeteilt wird. Zum anderen gibt das System diese Informationen an den Nutzer – die Mitarbeiter – weiter. Sie können damit überprüfen, ob der Raum belegt ist oder nicht. Durch die Verbindung der Sensordaten mit dem Raumbuchungssystem ist es möglich, einen ganzheitlichen Überblick über die digitale Reservierung und die physische Welt zu erhalten. Das heißt, wenn der Raum nicht gebucht ist, aber jemand drin ist, sieht der Mitarbeiter das auf seinem Handy und muss nicht unnötige Zeit investieren, um zum Raum zu gehen, nur um herauszufinden, ob er bereits besetzt ist.

IBM Watson Center Munich dashboard showing room data like temperature
Im Dashboard 1 werden verschiedenste Messdaten zu Temperatur, Feuchtigkeit oder Beleuchtung angezeigt.

Luftqualität verbessern

Außerdem ist es mit den Klimadaten möglich, den Mitarbeitern einen zusätzlichen Service zu bieten: Durch die Kombination der Wetterdaten mit den historischen Messdaten der Sensoren und den historischen Daten über die Raumnutzung kann ein Modell trainiert werden, das die Luftqualität in der Zukunft vorhersagt. Mit dieser Funktion erhält der Mitarbeiter Empfehlungen, welcher Raum für eine bestimmte Anzahl von Personen ausgewählt werden kann, um sicherzustellen, dass die Luftqualität genau richtig ist.

https://www.ibm.com/business-operations/resources/munich-center

Über Perpetuum

Perpetuum ist das Kundenmagazin von EnOcean mit Fokus auf Lösungen und Produkten rund um die Energy Harvesting-Technologie. Sie liefert ressourcenschonend, energieautark und wartungsfrei die Daten für das Internet der Dinge und ermöglicht damit intelligent nutzbare Gebäude, Städte und Industrieanlagen. In den Rubriken Internet of Things, Smart Building, Smart Lighting und Smart Home kommen vor allem die Partner von EnOcean mit ihrer Fachkompetenz zu Wort.

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