Das schalterlose Haus – funktioniert in Theorie und Praxis
Issue 01-2020:
read all articles online
read as pdf
Das Gemeinschaftsprojekt „Das schalterlose Haus“ zeigt, wie sich Baukosten und Wohnbarrieren durch moderne Funktechnologien reduzieren lassen und die Bewohner zusätzlich von größtmöglicher Flexibilität und überdurchschnittlichem Komfort profitieren.
In der Regel entfallen bis zu 5 Prozent der Gesamtkosten eines Neubaus auf die Elektroinstallation. Abhängig von den individuellen Anforderungen und Wünschen können sie aber ohne Weiteres höher ausfallen. Insbesondere dem Smart Home wird nachgesagt, Baukosten durch die Decke gehen zu lassen. Teure Spielerei, so die Theorie.
Dass in der Praxis genau das Gegenteil der Fall sein kann, zeigt das Projekt „Das schalterlose Haus“. In dem Gemeinschaftsprojekt der STREIF GmbH mit Eltako und wibutler ersetzen Funk-Aktoren die herkömmlichen Schaltstellen.
Statt der gewohnten Taster verbindet das Hausautomatisierung-System wibutler die Geräte kabellos über den Funkstandard EnOcean miteinander. Mithilfe selbst definierbarer Zeit- und Wenn-/Dann-Regeln lassen sie sich problemlos automatisieren. Die angebundenen Geräte arbeiten dann selbstständig, reagieren aufeinander oder folgen einem individuellen Zeitplan. Über die Automation hinaus kann auf Wunsch der wibutler-Skill für Alexa zur alltäglichen Bedienung der Geräte genutzt werden. Mit der eigenen Stimme werden dann die Heizung hochgedreht und das Licht eingeschaltet.
Allerdings wäre „Das schalterlose Haus“ kein Zuhause nach selbstbestimmten Regeln, wenn die Bewohner gezwungen wären, auf Lichtschalter und Co. zu verzichten. Gegebenenfalls werden funkgesteuerte Taster genau nach Wunsch montiert. Diese können im Nachgang außerdem flexibel umpositioniert werden.
Flexibler, komfortabler und günstiger – „Das schalterlose Haus“ zeigt, dass zwischen Theorie und Praxis in der Tat manchmal Welten liegen.